Digitalisierung, die ankommt: Neues Digital-Café beim VKII in Dortmund eröffnet

Digitale Teilhabe beginnt dort, wo Menschen Unterstützung finden, Fragen stellen und Neues ausprobieren können. Mit der Eröffnung eines neuen Digital-Cafés beim Verein Kamerunischer Ingenieurinnen und Informatikerinnen (VKII) Ruhrbezirk e.V. am 18. September 2026 haben wir gemeinsam einen weiteren Ort geschaffen, an dem Menschen ihre digitalen Fähigkeiten stärken können. Die Eröffnung fand im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund (DiWoDo) statt.

Ein neuer Lernort für digitale Teilhabe

Ob Online-Termine bei Behörden, digitale Anträge, Apps oder das Versenden wichtiger Dokumente: Immer mehr Aufgaben des täglichen Lebens werden über das Internet erledigt. Doch nicht alle Menschen verfügen über die nötigen Kenntnisse oder Erfahrungen, um diese Angebote selbstständig zu nutzen.

Hier setzt das neue Digital-Café an. In den Räumen des VKII am Emil-Moog-Platz 7 in Dortmund erhalten Interessierte kostenlose Unterstützung bei Fragen rund um Smartphone, Tablet, Computer und Internet.

Das Digital-Café ist Teil unseres Projekts dabei.digital, mit dem wir insbesondere Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union beim Erwerb digitaler Fähigkeiten unterstützen möchten.

Dabei steht nicht allein die technische Bedienung im Mittelpunkt. Wir möchten Menschen ermutigen, digitale Angebote selbstständig zu nutzen, Unsicherheiten abzubauen und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Drei Stationen zum Lernen und Ausprobieren

Zur Eröffnung am 18. September konnten Interessierte zwischen 10 und 16:30 Uhr an drei thematischen Stationen unterschiedliche digitale Anwendungen kennenlernen.

Die Angebote orientierten sich an konkreten Herausforderungen aus dem Alltag.

Station 1: Digitale Behördenwege

Wie funktioniert die BundID? Wie kann ich die App des Jobcenters nutzen? Und wie lassen sich Dokumente online einreichen?

An dieser Station standen digitale Angebote von Behörden im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden unter anderem die Anmeldung bei digitalen Diensten, die Nutzung der Jobcenter-App und Möglichkeiten zur Vorbereitung von Behördenterminen.

Station 2: Sprachbarrieren mit digitalen Hilfen überwinden

Digitale Übersetzungsprogramme können im Alltag eine große Hilfe sein. Sie ermöglichen es beispielsweise, Briefe, Webseiten oder Formulare besser zu verstehen.

An der zweiten Station ging es darum, verschiedene Übersetzungshilfen kennenzulernen und ihre Möglichkeiten und Grenzen zu verstehen. Denn nicht jede automatische Übersetzung ist zuverlässig.

Station 3: Digitale Hilfe im Alltag

Die dritte Station widmete sich weiteren praktischen Fragen rund um Smartphone und Internet.

Dazu gehörten die Buchung von Online-Terminen, die Nutzung von Doctolib sowie grundlegende Funktionen und Sicherheitsfragen beim Online-Banking.

Im Mittelpunkt stand stets die Frage: Wie können digitale Anwendungen den Alltag erleichtern, und was muss ich wissen, um sie sicher zu nutzen?

Gemeinsam mit starken Partnern

Das neue Digital-Café ist ein gemeinsames Angebot von dabei.digital und dem VKII Ruhrbezirk e.V. Die Eröffnung wurde in Zusammenarbeit mit dem Alevitischen Kulturzentrum in Dortmund und Umgebung (DAKME e.V.) gestaltet.

Die Kooperation ist ein wichtiger Bestandteil unserer Projektarbeit. Denn Migrant*innenorganisationen verfügen über wertvolle Erfahrungen, unterschiedliche sprachliche und kulturelle Kompetenzen sowie enge Kontakte zu ihren Communities.

Der VKII engagiert sich seit vielen Jahren für Bildung, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Mit seiner technischen Kompetenz und seiner Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte ist der Verein ein wichtiger Partner beim Aufbau niedrigschwelliger digitaler Lernangebote.

Durch die Zusammenarbeit können wir Menschen in ihrem vertrauten Umfeld erreichen und Angebote schaffen, die sich an ihren tatsächlichen Bedürfnissen orientieren.

Lernen ohne Druck und in eigenem Tempo

Das Digital-Café soll mehr sein als ein Raum mit Computern. Es ist ein Ort der Begegnung, des gemeinsamen Lernens und des Austauschs.

Besucher*innen können eigene Fragen mitbringen, digitale Anwendungen ausprobieren und sich Schritt für Schritt mit neuen Themen vertraut machen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand bereits Erfahrungen mit digitalen Geräten hat oder zum ersten Mal bestimmte Funktionen nutzt.

Besonders wichtig ist uns eine offene Atmosphäre, in der niemand Angst haben muss, Fehler zu machen. Denn oft sind es gerade Unsicherheit und fehlende Unterstützung, die Menschen davon abhalten, digitale Angebote zu nutzen.

Mit dem Digital-Café möchten wir solche Hürden abbauen und einen Raum schaffen, in dem Menschen voneinander und miteinander lernen können.

Ein weiterer Schritt für dabei.digital

Die Eröffnung des Digital-Cafés beim VKII ist ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt.

Im Rahmen von dabei.digital bauen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern verschiedene Lernorte in Dortmund auf. Dort bieten wir Beratungen, Workshops und persönliche Unterstützung an.

Unser Ziel ist es, digitale Angebote nicht nur zentral bereitzustellen, sondern sie auch dorthin zu bringen, wo Menschen leben, sich begegnen und bereits miteinander vernetzt sind.

Das Digital-Café beim VKII zeigt, wie diese Zusammenarbeit praktisch aussehen kann: Vereine bringen ihre Räume, Erfahrungen und Kontakte ein. Gemeinsam entwickeln wir Angebote, die Menschen im digitalen Alltag stärken.

Jetzt das Digital-Café besuchen!

Auch nach der Eröffnung können Interessierte das kostenlose Angebot beim VKII nutzen.

Digital-Café beim VKII Ruhrbezirk e.V.

Emil-Moog-Platz 7
44137 Dortmund

Öffnungszeiten:

  • Dienstag: 11:00–15:00 Uhr
  • Donnerstag: 11:00–15:00 Uhr

Die Angebote richten sich besonders an Menschen mit Migrationsgeschichte und Zugewanderte, die Unterstützung im digitalen Alltag benötigen.

Weitere Informationen zu den Angeboten und Veranstaltungen gibt es auf unserer Projektwebsite:

www.dabei-digital.de

Das Projekt dabei.digital des VMDO e.V. wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union kofinanziert.

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